DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) - PRESSEERKLÄRUNG  


Bonn, 11. September 2009         



Lehrerverband zum Tag der deutschen Sprache am 12. September

"Auch im schulischen Interesse Deutsch als Landessprache im Grundgesetz verankern!"


Der Deutsche Lehrerverband (DL) fordert anlässlich des Tages der deutschen Sprache deren Verankerung im Grundgesetz.

Verbandspräsident Josef Kraus sagte dazu wörtlich:

"Eine Aufnahme der deutschen Sprache in das Grundgesetz wäre ein Stück Normalität. Zwei Drittel der EU-Länder haben ihre Landessprache in ihren Verfassungen stehen. Selbst in Österreich, in der Schweiz und in Belgien hat die deutsche Sprache Verfassungsrang. 

Stünde Deutsch als Sprache in der Verfassung, so hätte das auch pädagogisch eine Signalwirkung. Wir steuern schließlich sogar sprachlich auf Parallelgesellschaften zu. Eine Festlegung auf Deutsch als Landessprache wäre insofern ein wichtiger Schritt zur Integration von Migranten. Für Zuwanderer ließe sich im übrigen aus einem Verfassungsrang des Deutschen ein Anspruch ableiten, nämlich dass dieser Staat alles tut, um das Erlernen seiner Sprache zu fördern.

Allgemein gilt aus Sicht des Bildungs- und Erziehungswesens: Über unsere Sprache können wir uns unserer Identität als Kulturnation besinnen, denn Sprache ist Fundament für Identifikation. Die Menschen spüren das. In der Folge zeigen jüngere Meinungsumfragen, dass ein überwältigender Teil der Bevölkerung die deutsche Sprache im Verfassungsrang sehen möchte.

Alles in allem ist eine gemeinsame Sprache - auch in Achtung der Sprache von Minderheiten - der Kitt, den jedes Gemeinwesen nötig hat; eine Atomisierung in verschiedene Sprachkulturen gefährdet diesen Zusammenhalt und darüber hinaus das friedliche Zusammenleben."

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Für den Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)


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