DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) - PRESSEERKLÄRUNG  


Bonn, 17. Juni 2006         



Lehrerverband zum früheren Tag der Deutschen Einheit:

"Das Gros der Lehrer bekennt sich zum Deutschlandlied"
  •   DL wirft der GEW „multiple Identitätskrise“ und „ewig gestrige Ideologie“ vor.
  •   Die GEW soll endlich aufhören, die deutsche Lehrerschaft lächerlich zu machen.“
  •   „Aufgeklärten und weltoffenen Patriotismus in den Schulen fördern!“
 
Der Deutsche Lehrerverband (DL), der über seine vier Mitgliedsverbände deutschlandweit 160.000 Lehrer weiterführender allgemeinbildender und berufsbildender Schulen organisiert, hat heftige Kritik an der Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach Abschaffung der deutschen Nationalhymne geübt.
 
DL-Präsident Josef Kraus sagte dazu:
 
„Es wirkt lächerlich, wie die GEW querulantenhaft alles in Misskredit bringen will, was in diesem Land anerkannt ist und eine gute Tradition hat. Viele Lehrer in Deutschland schütteln nur noch den Kopf, mit welch lächerlichen Ideen sich diese so genannte Bildungsgewerkschaft meint profilieren zu müssen.
 
Offenbar will die GEW davon ablenken, dass es gerade ihre gesellschaftspolitische und bildungspolitische Ideologie ist, die sowohl durch die Wählerschaft zahlreicher Bundesländer wie auch durch die PISA-Studie eine klare Absage erteilt bekam. Wenn die GEW damit nicht klarkommt, dann leidet sie offenbar an einer gravierenden multiplen Identitätskrise, die mittlerweile freilich am Ansehen der gesamten Lehrerschaft kratzt. Außerdem hat die GEW in ihrem Ideologiebunker seit 1968 nichts hinzugelernt und ganz offenbar 57 Jahre Bundesrepublik samt Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit verschlafen. Die allergischen Reaktionen der GEW gegen die deutsche Nationalhymne zeigen jedenfalls, wie ewig gestrig diese Gewerkschaft ist.“
 
Der Deutsche Lehrerverband begrüßt es, dass mittlerweile mehrere Kultusministerien eine Verbreitung des „Pamphlets“ der GEW gegen das Deutschlandlied in den Schulen untersagt haben. Der DL empfiehlt den Schulen vielmehr eine Diskussion mit den Schülern darüber, welche Bedeutung ein aufgeklärter und weltoffener Patriotismus hat und wie wichtig nationale Symbole, etwa Hymnen oder Fahnen, sind.  

Kraus abschließend: „Das Gros der Lehrerschaft freut sich über den jetzt deutschlandweit spürbaren, unverkrampften und weltoffenen Patriotismus. Diesen gilt es gerade auch unter jungen Leuten zu fördern; dann wird die Bereitschaft, sich zu Nutzen aller für dieses Gemeinwesen einzusetzen, wieder wachsen.“
 
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Für den Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)


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