DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) - PRESSEERKLÄRUNG 
                                                                                                 

  Berlin, 10.05.2013  

 

   

Deutscher Lehrerverband (DL):

 

„Demographischen Wandel für

bessere schulische Rahmenbedingungen nutzen!“ 

-        Kraus: „Schulen brauchen 110 Prozent Lehrerstunden“

-        „Lehrer angesichts neuer pädagogischer Herausforderungen entlasten!“

-        Expertentagung „Bildung und Demographie“

Im Rahmen einer Expertentagung hat sich der Deutsche Lehrerverband (DL) mit den schulpolitischen und pädagogischen Schlussfolgerungen der demographischen Entwicklung befasst. Die Tagung unter dem Titel „Bildung und Demographie“  war am vergangenen Mittwoch, 8. Mai, unter Einbeziehung von sieben Experten gemeinsam vom DL, der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) sowie der Hanns-Seidel-Stiftung in München veranstaltet worden.

Nach Abschluss der Tagung hob DL-Präsident Josef Kraus aus der Vielzahl der Analysen und Anregungen folgende Aspekte hervor: 

„Der Rückgang der Schülerzahlen darf nicht zu einer Ausdünnung der Schulstandorte und zu einer Vereinheitlichung des Schulwesens führen. Auch zukünftige Schülergenerationen haben einen Anspruch auf eine wohnortnahe Beschulung und auf ein ihren Begabungen und Neigungen entsprechendes Angebot an verschiedenen Schulformen. Vor allem darf der Rückgang der Schülerzahlen nicht für Sparmaßnahmen missbraucht werden. Vielmehr sollten die geringeren Schülerzahlen für pädagogische Verbesserungen genutzt werden. Notwendig ist längst eine 110-prozentige Versorgung der Schulen mit Lehrerstunden, damit Unterrichtsausfall vermieden und individuelle Maßnahmen zur Förderung von schwächeren, aber auch von besonders begabten Schülern eingeleitet werden können. Überfällig ist außerdem eine Entlastung der Lehrerschaft durch eine Verringerung ihrer Unterrichtspflichtzeiten. Eine solche Maßnahme zahlt sich auch pädagogisch aus. Denn die Lehrer haben dann mehr Möglichkeiten, sich über den Unterricht hinaus um eine Schülerschaft zu kümmern, die im Zuge des demographischen Wandels schwieriger wird. Schließlich hinterlässt die immer geringere Zahl an gleichaltrigen Interaktionspartnern auch Spuren in der Sozialisation junger Menschen.“

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Für den Inhalt verantwortlich: Anne Schirrmacher, Karen Ullrich (DL)

Für Stellungnahmen ist DL-Präsident Josef Kraus unter folgender Rufnummer zu erreichen: 0171 52 45

 


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