DEUTSCHER SPORTLEHRERVERBAND (DSLV)

DEUTSCHER  LEHRERVERBAND (DL)

GEMEINSAME PRESSEERKLÄRUNG

Bonn, 30.01.1998

Sportlehrerverband und Lehrerverband weisen Vorwürfe mit Entschiedenheit zurück:

"Üble Verleumdung aller Sportlehrer"

Mit Entschiedenheit haben der Deutsche Sportlehrerverband (DSLV) und der Deutsche Lehrerverband (DL) den Eindruck zurückgewiesen, im Sportunterricht sei die ganze Palette sexueller Belästigungen üblich. Beide Verbände attackieren damit eine Studie des Instituts für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule in Erfurt, in der behauptet worden war, sexuelle Übergriffe im Sportunterricht seien durchaus gängig.

Die Vorsitzenden der beiden Verbände, Hansjörg Kofink (DSLV) und Josef Kraus (DL), werfen dem Erfurter Institut wörtlich vor: "Die Autoren dieser Studie haben sich wissenschaftlich selbst diskreditiert. Sie haben einen ganzen Berufsstand in unsäglicher Weise in Verruf gebracht und verleumdet." Wenn es in jährlich rund 30 Millionen Stunden Sportunterricht verabscheuungswürdige Einzelfälle gegeben habe, dann seien diese disziplinarrechtlich längst schärfstens geahndet worden. Diese Einzelfälle dürften ebensowenig zum Regelfall hochstilisiert werden, wie es absolut unzulässig sei, aus Straffälligkeit von einzelnen Jugendlichen auf eine angebliche Gewalttätigkeit der Jugend insgesamt schließen zu wollen.

Kofink und Kraus fordern den Direktor des Instituts, Michael Klein, auf, sich öffentlich bei den Sportlehrern zu entschuldigen.
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Für den Inhalt verantwortlich: Dagmar Adams (DL)


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